SDG 8

Verantwortungsbewusster Tourismus

Im Alpbachtal betrachten wir Tourismus als Teil des regionalen Lebens- und Wirtschaftsraums. Deshalb arbeiten wir eng mit Gemeinden, Betrieben, Vereinen, Bildungseinrichtungen und regionalen Initiativen zusammen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben und Netzwerken wie WiR Alpbachtal. Ziel ist es, den Austausch innerhalb der Region zu fördern und gemeinsame Projekte zu unterstützen.

Auch Themen wie Fachkräftegewinnung und die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes spielen eine wichtige Rolle. Im Workshop „Präferenz Klimaberuf!“, initiiert von ClimateLab und ÖSB, wurden gemeinsam mit touristischen Akteur:innen und Vertreter;innen der Generation Z Ideen, Perspektiven und Herausforderungen rund um Fachkräftebedarf und wirtschaftliche Veränderungen diskutiert.

Ebenso wichtig ist uns der Dialog mit der Bevölkerung. Mit dem Projekt „Lebensraum Alpbachtal – wo Leben und Urlaub Hand in Hand gehen“ wurden die Perspektiven von Einheimischen, Betrieben und weiteren Interessensgruppen erhoben und ausgewertet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die Definition konkreter Handlungsfelder und weiterer Entwicklungsschritte für die Region.

Alpbachtaler Hüttenjause auf der Farmkehralm in Inneralpbach, auf dem Holzbrett, Kaminwurzen, Käse, Essiggurken, Tomaten, Radieschen, Speck, Butter und viel mehr  | © Alpbachtal Tourismus | Mathäus Gartner Alpbachtaler Hüttenjause auf der Farmkehralm in Inneralpbach, auf dem Holzbrett, Kaminwurzen, Käse, Essiggurken, Tomaten, Radieschen, Speck, Butter und viel mehr  | © Alpbachtal Tourismus | Mathäus Gartner
Ein Paar genießt die Jause am Gipfelkreuz Hochstrickl in Alpbach, im Hintergrund die schöne Aussicht auf die Berge  | © Alpbachtal Tourismus | shootandstyle Ein Paar genießt die Jause am Gipfelkreuz Hochstrickl in Alpbach, im Hintergrund die schöne Aussicht auf die Berge  | © Alpbachtal Tourismus | shootandstyle
Alpbachtal Regionale Qualität | © Alpbachtal Tourismus Alpbachtal Regionale Qualität | © Alpbachtal Tourismus
Die enge Zusammenarbeit zwischen Tourismus, Landwirtschaft und Handwerk trägt dazu bei, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und die Zusammenarbeit innerhalb der Region auszubauen. Unser Ziel ist es, die Interessen von Gästen, Betrieben und Einheimischen bei der Weiterentwicklung der Region gleichermaßen zu berücksichtigen.
Wolfgang Kostenzer, Geschäftsführer Alpbachtal Tourismus
Man sieht ein Gipfelkreuz auf einem Berg mit einem Menschen der den Sonnenaufgang beobachtet. | © Alpbachtal Tourismus

Chancen und Risiken

Die nachhaltigkeitsorientierte Weiterentwicklung des Tourismus bietet für das Alpbachtal verschiedene Chancen, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Themen wie regionale Wirtschaftskreisläufe, Ressourceneinsatz, Mobilität und Fachkräfteentwicklung gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.

Gleichzeitig sind Investitionen, Kooperationen und langfristige Planung erforderlich. Welche Chancen und Risiken sich daraus für das Alpbachtal ergeben, zeigt der folgende Überblick.

Chancen 

  • Dialog mit der Bevölkerung: Mit einem Ergebnis von 70 von 100 Punkten in der LebensQualiMeter-Befragung besteht eine gute Grundlage, um den Austausch mit der Bevölkerung weiterzuführen und regionale Entwicklungen gemeinsam zu gestalten.
  • Investitionen in Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen können sowohl die Nutzung durch Einheimische als auch die Qualität touristischer Angebote unterstützen.
  • Die Nachfrage nach regionalen Produkten und Dienstleistungen bietet Potenzial für regionale Betriebe und kann zusätzliche Wertschöpfung innerhalb der Region unterstützen.
  • Das Österreichische Umweltzeichen erhöht die Sichtbarkeit zertifizierter Betriebe und Angebote und unterstützt eine transparente Kommunikation bestehender Standards.

Risiken

  • Ohne Maßnahmen in den Bereichen Besucherlenkung und Mobilität können Belastungen für Natur, Infrastruktur und stark frequentierte Bereiche zunehmen.
  • Investitionen in Zertifizierungen und betriebliche Weiterentwicklungsmaßnahmen können insbesondere für kleinere Betriebe eine finanzielle Herausforderung darstellen.
  • Herausforderungen in der Zusammenarbeit: Unterschiedliche Interessen und Rahmenbedingungen können die Zusammenarbeit zwischen Tourismus, Landwirtschaft und Handwerk erschweren.
  • Begrenzte Produktionskapazitäten, saisonale Verfügbarkeiten oder höhere Kosten können die verstärkte Nutzung regionaler Produkte im Tourismus einschränken.
Auf Basis anonymisierter Umfrageergebnisse wurde eine Auswertung  entlang von 12 Basis- und 43 Subfaktoren erstellt.
Stephanie Zorn, MA – Beraterin bei Kohl & Partner