Hinter den Kulissen im Alpbachtal
Hungrige Hühner, süßes Handwerk und eiskaltes Wasser: Ein Blick hinter die Kulissen der ORF Sommertour im Alpbachtal

Das Alpbachtal im ORF
Anfang August brachte das ORF-Vorabendmagazin „Studio 2“ im Rahmen ihrer Sommertour die Vielseitigkeit des Alpbachtals ins österreichische Fernsehen. Fünf Tage, fünf Geschichten standen auf dem Drehplan. Moderatorin Larissa Robitschko führte die Zuschauer auf eine Reise abseits der üblichen Touristenpfade und ließ sich von den authentischen Geschichten der Region begeistern.

Wo Geschichten lebendig bleiben
„Ich wollte etwas finden, das nicht jeder kennt und wo man echtes Tirol erleben kann“, erklärt Larissa Robitschko, warum sie sich für das Alpbachtal als Drehort entschieden hat. „Der Charme des Alpbachtals liegt nicht nur in seiner Natur, sondern vor allem in den Menschen und ihren Geschichten. Hier gibt es Traditionen, die lebendig bleiben.“
In Alpbach, dem „schönsten Dorf Österreichs“, begann die Tour. Die eindrucksvolle Architektur des Ortes stand im Mittelpunkt. Die strengen Bauvorschriften sorgen dafür, dass der charakteristische Tiroler Stil, mit seinen Holzfassaden und harmonischen Gebäuden, erhalten bleibt.
Handwerkskunst in Rattenberg
In Rattenberg, der kleinsten Stadt Österreichs, erlebten die Zuseher, wie Glasbläserkunst und modernes Design verschmelzen. In der Werkstatt der Familie Kisslinger zeigte sich die Präzision und Leidenschaft, mit der das Handwerk betrieben wird.


Live dabei: Tradition zum Reinbeißen
Der Dreh im Museum Tiroler Bauernhöfe wurde dann die traditionelle Prügeltorte gebacken. Über offenem Feuer stellte Linda Mader zusammen mit ihrem Vater Hermann die süße Köstlichkeit her. Der Teig, ein Mix aus Butter, Zucker, Eiern und Mehl, wird auf einen Holzprügel gestrichen und über offenem Feuer gebacken.
Das lockte nicht nur zahlreiche Gäste des Museums an, die dem Dreh neugierig folgten. Auch die Hühner des Museums warteten hungrig auf das süße Resultat und scharrten ungeduldig am Boden. Ein besonders dreistes Federvieh schnappte sich dann mitten im Interview ein Stück der Torte und schaffte es somit ins Fernsehen.
„Ein echt verrücktes Huhn. Ich habe es auf den Namen "Chaos-Huhn" getauft“, lacht die Moderatorin Larissa.
Barrierefrei die Natur genießen
Ein weiteres Thema der Sommertour war die Barrierefreiheit im Alpbachtal. In dieser Region, beispielsweise am Reintalersee, wurde ein barrierefreier Wanderweg geschaffen, der es auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität ermöglicht, die wunderschöne Natur zu erleben. Motorsportler, Mono-Skifahrer und Parabob-Pilot Andreas Kapfinger erzählte vor Ort von seiner sportlichen Karriere und zeigte "Studio 2", wie wichtig Trainingsmöglichkeiten wie der barrierefreie Bewegungspark am Reintalersee für Menschen im Rollstuhl sein können.


Kaltes Wasser, große Show
Und dann kam der Dreh zum Schlauchreiten in Kramsach. Es ist eine Tradition, die vor allem im Sommer für viel Spaß sorgt. Doch bei 12 Grad kaltem Wasser lässt das Beach-Feeling auf sich warten. „Gegen den Strom zu schwimmen und zwischen den Wellen abzutauchen, ohne den Reifen zu verlieren, war ganz schön anstrengend“, schmunzelt Larissa. Als der Kameramann schließlich trocken meinte, „das machen wir jetzt noch mal“, ging es eben wieder ab ins kalte Wasser.
Urlaub ins Wohnzimmer
"Aber ich kann mich keineswegs beschweren, immerhin habe ich mir die Themen auch alle selbst ausgesucht und hatte die ganze Woche richtig viel Spaß. Ich möchte, dasss unsere Zuseherinnen und Zuseher das Gefühl haben, selbst vor Ort zu sein, statt vor dem Fernseher, kurz ein paar Minuten im Urlaub im Alpbachtal zu verbringen."
Die fünf Reportagen aus dem Alpbachtal haben der Region einen authentischen Platz im österreichischen Fernsehen verschafft. Es ist nicht nur die Natur, die das Alpbachtal einzigartig macht, sondern vor allem die Menschen, die ihre Traditionen mit Leben füllen.